AVWS

AVWS bedeutet „Auditorische Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung“. Hierunter versteht man Kombinationen aus Tinnitus, Hyperakusis, Phonophobie, Misophonie und Hörverlust.

Hier bedarf es einer genauen diagnostischen Analyse durch den HNO-Facharzt, wie die einzelnen Probleme zusammenhängen und welche sich gegenseitig bedingen.

Aus den Ergebnissen der fachärztlichen Diagnostik ergibt sich das Behandlungskonzept, das ganz individuell aufgestellt werden muss. Aus diesem Grund können keine allgemein gültigen Therapiepläne aufgeführt werden..


Tinnitus, Hyperakusis, Frequenz- oder Hörverlust plus Effekte durch Lärmexposition

Direktives Counselling durchschnittliche Zeitdauer ca. 60-180 Minuten HNO-Arzt

 

  • Erläuterung des Neurophysiologischen Modells bezogen auf den individuellen Fall.
  • Einbindung des Betroffenen in den Therapieverlauf
  • evtl. Aufklärung und Einbeziehung der Angehörigen in das Therapiekonzept
  • Besprechung der weiteren Veranlassung einzelner Elemente der TRT
  • Besprechung der Helfenden Helfer: Sanus Noiser, Frequenzverstärker, Hörgeräte, Kombigeräte
  • Anreicherung der Umweltgeräusche
  • Besprechung, welche Geräusche am besten für diesen Fall geeignet sein könnten
  • evtl. Stressmanagement
  • evtl. Erlernen von Entspannungstechniken
  • evtl. Wahrnehmungsumlenkungstraining
  • evtl. spezielles Schlafcounselling
  • evtl. Planung für Geräte, die zum Schlafen geeignet sind
  • Hinweis auf Lärmschutzmaßnahmen
  • Befundbesprechung mit dem nichtärztlichen Psychologen
  • Befundbesprechung mit dem spezialisierten Hörakustiker
  • Wiedervorstellungsplanung
  • In diesem Fall ist nur eine sehr individuelle Zeitplanung möglich.


Beim spezialisierten Psychologen

  • Hier wird ein individuelles Konzept oder Teilnahme an Gruppensitzungen besprochen


Beim spezialisierten Hörakustiker

  • Ohrabdrucknahme
  • Erläuterung der Technik auf der Grundlage des Neurophysiologischen Modells
  • Vorstellung der verschiedenen Bauformen, Trageweisen.
  • Erstkonsultation mit Messung,
  • Beratung und Erstellen des Behandlungsplans
  • Termin mit Hörgeräte-Anpassung
  • In diesem Fällen können sich die Termine erheblich unterscheiden, da das Hörvermögen zusätzlich durch den Tinnitus verschleiert wird.
  • In der Regel müssen verschiedene Geräte versucht werden, die sich auch evtl. in der Technik stark unterscheiden können
  • Beratung und Folgetermine
  • evtl. Planung für Geräte, die zum Schlafen geeignet sind
  • Lärmschutzmaßnahmen
  • Einweisung in die Handhabung der Geräte
  • Einweisung in die Einstellung des Geräuschpegels
  • Wiedervorstellungsplanung
  • In diesem Fall ist nur eine sehr individuelle Zeitplanung möglich.